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Miriam erzählt, dass die Familie für die Ausreise finanzielle Unterstützung über die Sekretärin von Albert Einstein erhält. Um damals als Jude auszureisen, muss man eine sogenannte Reichsfluchtsteuer an die Nazis zahlen. Das Geld reicht allerdings nicht, um den Großeltern ebenfalls die Ausreise zu finanzieren.
Miriams Großeltern mütterlicherseits heißen Sophie und David Engländer. Sie leben auch in Berlin. Bis 1941 schreiben die Großeltern und ihre Tochter sich gegenseitig jeweils über 100 Briefe. Die Briefe der Großeltern nach La Paz sind erhalten. Dabei berichten sie von ihrer Hoffnung, doch noch Visa zu erhalten, von den anderen Jüd*innen in Deutschland und ihrem Stolz auf ihre Familie. Weil die Nazi-Zensur alle Briefe öffnet, können Sie die immer stärkere Unterdrückung in Berlin nur andeuten. In ihrem letzten Brief schreiben sie, dass sie nach Theresienstadt müssen. Dort werden sie von den Nazis ermordet.
Die Briefe waren die in der alten Schrift Kurrent (oder auch Sütterlin) geschrieben. Erst Jahrzehnte nach dem 2. Weltkrieg konnte Miriam die Schrift entziffern - unter anderem mit Hilfe von ihrem späteren Partner Leo.